Beziehungen verändern sich. Bewusstsein verändert, wie wir damit umgehen.
Das SAT Gesellschaftsbarometer bündelt aktuelle amtliche Daten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es zeigt Entwicklungen rund um Ehe, Trennung, Haushaltsformen und Familie – sachlich, transparent und ohne Menschen oder Lebensmodelle zu bewerten.
Quellen: Destatis · Statistik Austria · Bundesamt für Statistik BFS
Datenjahre und Erhebungsmethoden können je Kennzahl abweichen.
DACH auf einen Blick
430.263
Eheschließungen
Summe DE + AT + CH · 2025
161.035
Scheidungen
Summe DE + AT + CH · 2025
37.3 %–42.1 %
Einpersonenhaushalte
Spannweite · 2024/2025
1.28–1.32
Kinder je Frau
Zusammengefasste Geburtenziffer · 2025
Die Summen der Eheschließungen und Scheidungen sind voneinander unabhängige Ereigniszahlen. Ihr Verhältnis ist keine Scheidungsrate. Die Spannweiten dienen der Orientierung; nationale Definitionen und Methoden sind in den Quellenhinweisen erläutert.
Länderauswahl
Deutschland · Scheidung
definitiv
28.4 %
Zusammengefasste Scheidungsziffer · 2025
Synthetische Periodenkennzahl für Ehedauern von 0 bis 25 Jahren, amtlich 284,3 je 1.000 Ehen.
Modellkennzahl, keine Division der jährlichen Ereigniszahlen und wegen nationaler Methoden nicht direkt als Ranking vergleichbar.
Anteil der 20- bis 39-Jährigen, für die die Qualität der Paarbeziehung den Entscheid für oder gegen ein weiteres Kind stark oder sehr stark beeinflusst.
Repräsentative Befragung und Selbsteinschätzung. Kein Kausalnachweis, kein DACH-Gesamtwert; der Erhebungsmodus wurde 2023 geändert.
Absolute Ereigniszahlen werden nicht als Länderranking dargestellt. Nationale Scheidungsziffern sind Modellkennzahlen mit unterschiedlichen Definitionen und erscheinen nur in den Länderdetails.
Zahlen schaffen Orientierung. Nicht Verurteilung.
Statistiken machen Entwicklungen sichtbar, aber sie erzählen nicht die Geschichte eines einzelnen Menschen. Ein Einpersonenhaushalt kann Ausdruck von Freiheit, Übergang, Verlust, räumlicher Organisation oder vielen anderen Lebenssituationen sein. Eine Scheidung kann schmerzhaft sein, zugleich aber auch eine bewusste Grenze oder einen notwendigen Neubeginn markieren. Deshalb verbindet SAT Fakten mit einer respektvollen, differenzierten Betrachtung.
Lebensform ist nicht gleich Lebensqualität.
Bestand ist nicht gleich Verbundenheit.
Trennung ist nicht automatisch Scheitern.
Statistik ist Ausgangspunkt, nicht Urteil.
Schweizer Vertiefung
63 % · Beziehung zählt
Für 63 % der 20- bis 39-Jährigen beeinflusst die Qualität der Paarbeziehung den Entscheid für oder gegen ein weiteres Kind stark oder sehr stark.
Schweizer Erhebung zu Familien und Generationen 2023, veröffentlicht durch das BFS.
Die Befragung zeigt die wahrgenommene Bedeutung der Paarbeziehung für diese Entscheidung. Sie beweist weder eine Ursache für sinkende Geburtenzahlen noch einen DACH-weiten Wert.
Wir lernen Lesen, Rechnen und einen Beruf. Nur selten lernen wir systematisch, Emotionen zu regulieren, Muster zu erkennen, Bedürfnisse klar auszudrücken, Grenzen zu achten, Verantwortung zu übernehmen und Veränderung bewusst zu gestalten. Die Spielregeln des Lebens geben diesen Fähigkeiten einen zusammenhängenden Rahmen.
Zahlen beschreiben gesellschaftliche Entwicklungen. Sie erklären weder individuelle Lebensgeschichten noch beweisen sie eine bestimmte Ursache. Für SAT sind sie der Ausgangspunkt für eine tiefere Frage: Welche Fähigkeiten brauchen Menschen, um sich selbst, ihre Beziehungen und ihre Lebensentscheidungen bewusster zu gestalten?
Bedeutung der Qualität der Paarbeziehung · 2023 · definitiv
Bundesamt für Statistik (BFS) · veröff. 2025-11-10
Anteil der 20- bis 39-Jährigen, für die die Qualität der Paarbeziehung den Entscheid für oder gegen ein weiteres Kind stark oder sehr stark beeinflusst.